Die Wallfahrtskapelle

Die katholische Wallfahrtskapelle ist eine denkmalgeschützte Marienkapelle.

Die Wallfahrtskapelle beherbergt das Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes, das um 1370 entstanden ist.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der die Region verwüstet hatte, legte der münsterische Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen im Jahr 1654 persönlich den Grundstein für die Kapelle, einen barocken achteckigen Zentralbau, dessen Ecken durch Säulen auf kräftigen Sockeln betont werden. Der Franziskanerpater Jodokus Lücke begann 1654 mit dem Bau und Peter Pictorius d. Ä. stellte ihn 1657 fertig. Die Weihe der Kapelle fand am 2. Juli 1657 statt.

 

1763 wurde die Sakristei fertiggestellt, ein rechteckiger Anbau mit Glockentürmchen. 1854 entfernte man die Trennwand zwischen Kapelle und Sakristei, so dass ein Chorraum für einen neuen Altar und für das Gnadenbild entstand. An der Nordseite der Kapelle wurde daraufhin eine neue Sakristei angebaut. 1959 erfolgte eine grundlegende Renovierung des Innenraumes; dabei wurde die bisherige neogotische Ausstattung entfernt. In der Kapelle stehen zwei Vitrinen mit Weihegaben, die als Dank beim Gnadenbild hinterlegt wurden. Über den drei Portalen ist jeweils das Wappen des Fürstbischofs von Galen angebracht.

 

Gegenstand der Verehrung der Pilger ist das Telgter Gnadenbild der schmerzhaften Mutter Gottes aus Pappelholz. Es wurde um 1370 geschaffen und zeigt eine Pietà, den Leichnam des vom Kreuz abgenommen Christus im Schoß seiner Mutter Maria. Sie gehörte seinerzeit der Muttergottes-Bruderschaft. Ursprünglich wurde das Gnadenbild den örtlichen Flurprozessionen (Bittprozessionen) vorangetragen. Dabei wurde sie in einen kostbaren Mantel gehüllt und mit einer Krone geschmückt.

 

1904 nahm Papst Pius X. sie in das Verzeichnis der weltweit anerkannten Gnadenbilder auf.