Gott³ - Juden, Christen und Muslime in ihrer Begegnung von Luther bis heute

07. April 2017

Vom 22. April bis 3. September 2017 zeigt unser Museum Religio eine Sonderausstellung über das Zusammenleben und die Begegnung der drei großen Weltreligionen. Das 500-jährige Reformationsjubiläum ist Anlass, zentralen Themen wie Integration und Toleranz, aber auch Krieg und Konflikten aus aktuellen und historischen Perspektiven nachzuspüren.

In einer Videoinstallation zum Auftakt sprechen drei junge Frauen - eine Christin, eine Jüdin und eine Muslima - über ihr Verhältnis zur Religion. Historischer Anker der Ausstellung sind die viel diskutierten Schriften Luthers zu Juden und Türken, die in ihrem Zeitkontext kritisch hinterfragt werden. Den Beziehungen zwischen den Religionen spürt die Ausstellung mit übergeordneten Statements nach. „Teilen“ befasst sich mit den gemeinsamen Grundlagen, „Streiten“ mit den Uneinigkeiten, „Stereotypisieren“ greift Vorurteile auf und „Tolerieren“ den gegenseitigen Respekt. Themenräume illustrieren zentrale Fragen des Mit- und Gegeneinanders wie: Neigen alle Religionen zu Gewalt? Kann Gott beleidigt werden? Kann jede Religion reformiert werden? Die Bedeutung der medialen Öffentlichkeit als Forum der gesellschaftlichen Diskussion über Religion greift eine Reihe prominenter Beispiele auf: Vom Burkini über Meinungsfreiheitsprozesse bis hin zur wirtschaftlichen Bedeutung von koscheren und Halal-Lebensmitteln, der sich die Nahrungsmittelkonzerne angenommen haben. Eine zentrale Medieninstallation zeichnet ein workcamp von Jugendlichen nach, das sich dem interreligiösen Miteinander in den Schulen und privaten Beziehungen widmet.

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