Aufgeschlossen - auf Tuchfühlung

27. März 2017

Segnung und Eröffnung des Pfarrheim St. Johannes

In einem feierlichen Akte wurde am 19.03.2017 das Pfarrheim St. Johannes gesegnet und neu Eröffnet. Viele Besucher kamen um diesem Ereignis beizuwohnen.

Hier finden Sie das Manskript der Worte von Weihbischof Dr. Zekorn zur Eröffnung:

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

Lieber Propst!

Liebe Schwestern und Brüder!

Dies ist ein außergewöhnlicher Bau!

Das gilt zuerst für die alte und auch für die neue Architektur. Die Architektur schafft hier ein besonderes Raumerlebnis: Die Kreuzform der ehemaligen Kirche, das Licht von oben, die neuen Räume innerhalb eines großen Raumes, die sorgfältig ausgewählten Materialien. Ihnen, Herr Feja und Ihrem Team sowie allen, die am Umbau mitgearbeitet haben, eine herzliche Gratulation zu dem so gut gelungenen Werk!

 

Dies ist ein außergewöhnlicher Bau!

Das gilt besonders für seine Entstehung und die Umstände des Umbaus. Wir sind hier eben in einer ehemaligen Kirche. Ihre Profanierung war mit sehr viel Trauer, Tränen und Verwundungen bei vielen Menschen verbunden. Auch ich persönlich werde den Gottesdienst zur Profanierung mein Lebtag nicht vergessen. Es gibt Ereignisse, die bleiben ins Herz eingegraben. Erst recht bei vielen von Ihnen. Für die Leitung und die Verwaltung des Bistums möchte ich deshalb klar bekennen: Wir haben hier wirkliche Fehler gemacht und ich hoffe, wir haben daraus gelernt. Ohne etwas schön zu reden, möchte ich auch der Initiative meine Anerkennung aussprechen. Zwischen Ihnen und der Verwaltung des Bistums war es nicht einfach, aber Ihrem Engagement gebührt wirklich Anerkennung.

 

Heute stehen wir an einem Neuanfang. Und auch er macht deutlich, dass es sich bei diesem Gebäude um einen außergewöhnlichen Bau handelt: Ein multifunktionales Heim für die Gruppen der Pfarrei St. Marien einschließlich des St.-Johannes-Kindergartens. Zu diesen Räumen und zum Neuanfang in diesem Gebäude spreche ich Ihnen, den Mitgliedern der Pfarrei St. Marien, im Namen des Bistums Münster ganz herzliche Segenswünsche aus! Den Mitgliedern von Pfarreirat und Kirchenvorstand, die in dem ganzen Prozess viel Engagement gezeigt und auch manche Nerven gelassen haben, gilt unser bester Dank! Mögen sich in diesem schönen Gebäude die vielen Aktivitäten gut entfalten!

 

Ich bin sicher, dass dies in diesem außergewöhnlichen Bau gut gelingen wird. Denn alle, die sich hier treffen, werden von der tiefen Symbolik der Architektur umfangen. Die ehemalige Kirche hat ja die Form eines griechischen Kreuzes. Deshalb sind alle Räume des Pfarrheims St. Johannes in die Arme dieses Kreuzes eingeschrieben. Was für ein Symbol! Was kann es Schöneres geben, als in den Armen Gottes zu leben, zu spielen, zu tagen und zu arbeiten! Mögen Sie alle, die diesen besonderen Bau beleben, immer wieder die Freude dieser Wirklichkeit unseres Glaubens erfahren!

 

Im Evangelium haben wir gerade gehört, wie wichtig es ist, dass ein Gebäude auf festen Grund gebaut ist. Ich weiß nicht, woraus der Untergrund dieses neuen Pfarrheims besteht. Aber ich weiß, wie wichtig es ist, dass wir als Kirche wirklich auf dem Fundament des Wortes Gottes leben.

So wünsche ich Ihnen, dass dieser außergewöhnliche Bau Sie ermuntert, immer wieder neu Gottes Wort zu hören und daraus zu leben! Dann wachsen in uns als Kirche das Fundament, auf dem wir stehen, und die Freude am Glauben. Dann sind wir in den Armen Gottes geborgen und können andere in diese Gemeinschaft Gottes und der Menschen einladen.

In diesem Sinn erbitten wir jetzt Gottes reichen Segen für das Pfarrheim St. Johannes.

 

+ Dr. Stefan Zekorn

 

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